AktuellesUmbau der Küsterschule Hohenbüssow

Die denkmalgeschützte ehemalige Küsterschule Hohenbüssow, in den letzten Jahre als Künstleratelier genutzt, wird derzeit nach Plänen von Patalab Architekten zu einem Wohnhaus für eine junge fünfköpfige Familie umgebaut.

Das neugotische Backsteingebäude wurde 1873 erbaut. Es beherbergte einst die Wohnung des Küsters und einen großen Schulraum, in dem die Kinder Hohenbüssows, einem abgelegenen Dorf in Vorpommern nahe der Tollense, unterrichtet wurden. Das Gebäude wurde später zu einem Rückzugsort für Künstler. Da Instandhaltungsmaßnahmen jedoch ausblieben, verfiel das Haus über die Jahre in einen ruinösen Zustand. Glücklicherweise sind viele Originaldetails erhalten geblieben wie zum Beispiel die neun schmiedeeisernen Kreuze, die die Giebel des Daches und seiner Gauben krönen und nun zu einer etwas unkonventionellen Verzierung für ein Wohnhauses werden.

Um das denkmalgeschützte Gebäude in ein Wohnhaus umzubauen, haben wir einen sensiblen und pragmatischen Ansatz bei der Entwurfsentwicklung verfolgt. Ziel war es, möglichst viel von der Originalbausubstanz zu erhalten und gleichzeitig den Grundriss für die neue Nutzung neu zu ordnen. Darüberhinaus wird das Gebäude umfassend energetische ertüchtigt und eine neue Heiztechnik eingebaut. Auf Grundlage einer umfassenden Bestandsanalyse sieht der Entwurf vor, neue Schlaf- und Badezimmer in den zuvor ungenutzten Dachraum zu integrieren, ohne das historische statische System zu verändern. Behutsam gesetzte neue Dachgauben verändern das Äußere nur minimal, lassen aber wesentlich mehr natürliches Licht in den tiefen Grundriss.

Nachdem das Bauvorhaben von den Denkmalschutzbehörden des Kreises und des Landes genehmigt wurde, befindet es sich nun in der Umsetzung.